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Was muss man beim Hauskauf beachten?

Professionelle Gutachter helfen beim Hauskauf
Die meisten Deutschen kaufen im Leben nur ein- oder zweimal ein Haus oder eine Wohnung. Deshalb ist der Hauskauf kein alltägliches Geschäft und viele Käufer wissen nicht, was sie beim Hauskauf beachten müssen.
Da es beim Hauskauf immer um große Beträge geht, die meistens finanziert werden müssen, sollten einige wesentliche Punkte noch vor der Unterschrift beim Notar beachtet werden:

1. Finanziellen Rahmen ermitteln

Zuerst sollten Sie Ihren finanziellen Spielraum für einen anstehenden Immobilienkauf klären: Wie viel Geld würde Ihnen die Bank finanzieren? Wie sehen Ihre Lebenshaltungskosten aus? Was möchten Sie sich nach dem Hauskauf noch leisten (wie z.B. Urlaub, Kino, Essen gehen, etc.). Hier sollten Sie auf jeden Fall auch eine Lebensplanung mit einfließen lassen, die einige Änderungen berücksichtigen sollte, wie z.B. Kinder, Sicherheit des Arbeitsplatzes, Karriere (Umzug), Arbeitslosigkeit, etc…. Zwei Einkommen sind besser als ein Einkommen, aber ist dies auf Dauer möglich? Im Leben gibt es bekanntlich keine einhundertprozentigen Sicherheiten. Aber Sie können dafür sorgen, dass Sie mit vorherigen Berechnungen ihres finanziellen Rahmens mögliche Probleme soweit wie möglich umgangen werden können.

2. Haus bauen oder gebrauchtes Haus kaufen?

Haus kaufen oder Haus bauen? Ob Hauskauf oder Hausbau – jede Variante hat ihre Vorteile. Jede Variante hat aber auch Nachteile. Informieren Sie sich möglichst vorurteilsfrei über die sich Ihnen bietenden Möglichkeiten und überlegen Sie welches Modell Ihre Bedürfnisse am ehesten erfüllt. Rechnen Sie verschiedene Varianten durch, fragen Sie Nachbarn oder Bekannte, die Häuser gekauft und gebaut haben und lassen Sie sich deren Erfahrungen schildern. Handeln Sie nicht zu schnell. Ein Hauskauf oder ein Hausbau ist eine Entscheidung, die gut überlegt sein will.



3. Hausbegehung

Bei der ersten Hausbegehung sollten Sie sich die Immobilie in Ruhe anschauen: Lage, Raumzuschnitt, Ausbaumöglichkeiten, etc… Was ist Ihnen wirklich wichtig? Eine Checkliste für eine Hausbegehung kann zu den emotionalen Faktoren auch rationale Faktoren hinzufügen. Auf jeden Fall sollten Sie nach der ersten Begehung nicht sofort einen Vorvertrag abschließen (dieser hat sowieso keine rechtsverbindliche Wirkung zum Hauskauf) oder einen Notarvertrag beauftragen! Schlafen Sie erst einmal eine Nacht über alles. Am nächsten Tag ist die rosarote Brille meist verflogen und die erste Euphorie verklungen, so dass Sie eine angemessene Entscheidung treffen können. Wenn Sie Fotos vom Inneren des Hauses gemacht haben, sehen Sie sich diese nochmals an. Eventuell helfen Ihnen diese bei Ihrer Entscheidung.

4. Kaufentscheidung mit Fachmann

Wenn die Immobilie nach der Besichtigung weiter für Sie in Frage kommt, sollten Sie sich überlegen, ob Sie einen Immobiliengutachter mit in die Immobilie nehmen möchte. Dieser kann Sie über Mängel, Kosten und den Wert der Immobilie beraten. Unterlagen zu diesem Termin sind zwingend erforderlich: Zeichnungen mit konkreten Maßen, Lageplan, Energieausweis, Nebenkostenabrechnungen und weitere sollten genau studiert werden. Der Gutachter wird Ihnen wesentliche Probleme Ihrer Wunschimmobilie aufzeigen und auch Kosten für die Sanierung nennen können. Zu prüfen ist auch, ob es Rechte (z.B. Wohnrechte) oder andere Belastungen im Grundbuch gibt. Derartige Belastungen fließen mit in die Berechnung ein und können sich auf den aktuellen Wert des Objekts auswirken, auch wenn der Makler oder der Verkäufer einen ganz anderen Kaufpreis einfordert.

5. Preisverhandlungen und Einigung

Nach der zweiten Begehung mit einem Profi haben Sie als Kaufinteressent alle relevanten Punkte in der Hand. Mit den bei der Besichtigung mit dem Gutachter gesammelten Aspekten sind sie nochmals in der Position eine Kaufentscheidung zu treffen. Eventuell sind Schäden zutage gekommen, die vorher nicht angesprochen wurden. Oder die Sanierungskosten sind erheblich höher, als gedacht. Möchten Sie das Haus unter diesen Umständen noch kaufen? In den meisten Fällen ist aber alles in Ordnung. Dann fällt auch die Kaufentscheidung meist positiv aus. Die Preisverhandlungen werden am besten mit sachlichen Argumenten geführt: Wert der Immobilie, Mängel und anfallende Kosten sind gute Argumente für eine faire und sachliche Verhandlung. Wichtige Punkte, über die Sie sich mit dem Makle oder Verkäufer einigen müssen sind: Wann ist die Übergabe und die Zahlung? Werden bewegliche Dinge mitverkauft? (Hier kann eventuell Grunderwerbsteuer eingespart werden) Wann ist der Notartermin?

6. Baufinanzierung

Spätestens vor dem Notartermin sollte auch die Baufinanzierung geklärt sein, d.h. bevor Sie als Käufer den Notarvertrag unterschreiben, sollte ein verbindliches und unterschriftsfähiges Angebot Ihrer finanzierenden Bank vorliegen. Wenn Sie den Baufinanzierungsvertrag vor dem Notartermin unterschreiben, gehen Sie das Risiko ein, dass der Notarvertrag nicht zustande kommt. Dann muss die Baufinanzierung gekündigt werden. Ersparen Sie sich diesen unnötigen Aufwand und klären Sie die Finanzierung vor dem Kauf mit Ihrer Bank ab.



7. Notarvertrag

Der verbindliche Kauf einer Immobilie findet immer beim Notar statt. Vorverträge oder ähnliche Konstrukte, die von Maklern aufgesetzt werden, sind nicht verbindlich für den Kauf, können jedoch zu Zahlungsansprüchen z.B. gegenüber einem Makler führen.
Als Käufer müssen Sie die Notarkosten zahlen. Es ist daher fair, wenn Sie sich als Käufer auch den Notar aussuchen. Dieser erstellt einen Kaufvertragsentwurf und schickt ihn den Parteien zu, so dass Sie und auch die Gegenseite Änderungswünsche direkt zurückgeben können. In der Regel 14 Tage später kann der Notarvertrag dann unterschrieben werden. Dabei treffen sich meist beide Parteien beim Notar und dieser liest den gesamten Vertragstext vor. Wenn keine Fragen mehr vorhanden sind, unterschreiben alle Parteien den Notarvertrag und der Kauf ist rechtsverbindlich. Sie sind dann der neue Eigentümer der Immobilie.

8. Zahlung und Übergabe

Die Übergabe der Immobilie erfolgt zum im Notarvertrag vereinbarten Zeitpunkt. Sie müssen als Käufer den Kaufpreis auf das/die im Notarvertrag genannten Konten zahlen und der Verkäufer muss dann die Immobilie in dem vertraglich vereinbarten Zustand übergeben.

Bitte bedenken Sie: Beim Hauskauf müssen im Vergleich zu den meisten anderen Rechtsgeschäften riesige Summen gezahlt werden. Die monatliche Belastung der Baufinanzierung aus Zinsen und Tilgung wird Ihre Haushaltskasse meistens auf Jahrzehnte belasten! Übersehene Mängel können erhebliche Folgekosten verursachen, die Sie unter Umständen finanziell und auch emotional stark strapazieren. Der Hauskauf ist somit ein enormes Risiko und sollte deshalb mit Bedacht getätigt werden. Lassen Sie sich bei der Entscheidung nicht unter Druck setzen. Makler versuchen gerne Druck aufzubauen und es ist nicht unmöglich, dass ein anderer Interessent in der Kaufentscheidung bereits weiter fortgeschritten ist. Lassen Sie lieber ein Objekt sausen, als einen großen Fehler einzugehen und eine Entscheidung übers Knie zu brechen.

Überlegen Sie, ob Sie sich nicht einen Profi zu Rate ziehen, der Sie berät. Der Hausinspektor GmbH bietet die Beratung beim Hauskauf ab der zweiten Begehung: Begutachtung mit einem Bausachverständigen, Beratung über Mängel, Kosten und den aktuellen Wert der Immobilie, Unterstützung bei den Preisverhandlungen und Betreuung bis zum Notartermin. Ihr Immobiliengutachter berät Sie, was beim Hauskauf zu beachten ist, und ist in Ihrem Interesse tätig. Weitere Informationen unter: www.der-hausinspektor.de